Die drei ??? und der schweigsame zweite Detektiv…

…oder Chaos unter´m Berliner Sternenhimmel…mit Happy End…
Im November 2016 hatten wir das große Vergnügen erstmals einem ??? -3D-Hörspiel im Zeiss Planetarium in Berlin zu lauschen. Treue Leser/Innen unseres Blogs werden sich vielleicht an unseren Bericht erinnern. An diesem kühlen Herbsttag genossen wir das Abenteuer um die Inka-Mumie. Der 3D-Sound war gut, die visuellen Effekte dezent, die Geschichte unterhaltsam. Insgesamt also ein rundum gelungener Hörspielabend. Ich hätte mir gerne noch die beiden anderen Abenteuer „Der Tornadojäger“ und „Das kalte Auge“ angehört, leider hatte ich keine Gelegenheit dazu. Umso begeisterter war ich , als ich von der zweiten Planetariumsstaffel hörte. Zu meiner großen Freude sollte eine meiner Lieblingsgeschichten „Das versunkene Schiff“ den Weg in die Planetarien finden.

Die drei ??? und das versunkene SchiffDer 1. Versuch: Fast exakt ein Jahr nach unserem ersten Besuch war es wieder soweit, ein Geburtstagsgeschenk machte es möglich und so machten wir uns voller Vorfreude an diesem nasskalten Novembertag auf den Weg ins Planetarium um die Folge „Die drei ??? und das versunkene Schiff“ im 3D-Sound zu genießen. Als Überraschungsgast war André Marx, der Autor der Geschichte ebenfalls anwesend. Vorab erzählte er kurz, wie es zur späten Veröffentlichung seines eigentlichen Erstlingswerkes, welches er einst an den Kosmos-Verlag sandte, gekommen war und warum die drei Detektive in der Geschichte weder das Internet nutzen noch ein Handy dabei haben. Das ist schlicht und ergreifend darauf zurückzuführen, dass die Geschichte bereits in den 90igern geschrieben wurde und auch wenn man es sich heute nur schwer vorstellen kann, zu dieser Zeit hatten noch nicht alle Jugendlichen ein Handy und die Recherche fand noch überwiegend in der Bibliothek und nicht im Internet statt.
Genug der Vorrede, Lehnen zurück und Hörspiel ab! Was uns sofort positiv auffiel, waren die visuellen Effekte, die deutlich stärker als noch bei der ersten Planetariumsstaffel eingesetzt wurden. Allerdings wurde man davon nicht überfrachtet – das Hörerlebnis bleibt im Vordergrund. Was uns dagegen etwas wunderte war die unterschiedliche Klangqualität. Während man Justus und Bob gut verstehen konnte, war Peter nur schwer zu verstehen. Man musste sich höllisch anstrengen um überhaupt etwas von dem was der zweite Detektiv sagte wahrzunehmen. Leider blieb es nicht dabei… Leider? Ja, leider, denn die Lautstärke von Peters „Tonspur“ nahm von Minute zu Minute stetig ab, bis überhaupt nichts mehr von ihm zu hören war. Vor allem die vielen jungen Hörer konnten dem Geschehen gar nicht mehr folgen, da man Justus und Bob im Gegensatz zu ihrem Detektivkollegen zwar weiterhin hören konnte, die einseitigen Dialoge aber nur sehr schwer einen Zusammenhang ergaben, wenn man die Buchvorlage nicht kannte. André Marx versuchte vergeblich die Verantwortlichen im Planetarium darauf aufmerksam zu machen, dass etwas nicht stimmte. Offensichtlich war dies bis dahin keinem Mitarbeiter aufgefallen. Nach einer guten halben Stunde, wurden wir ‚erlöst‘ und der Hörspielabend war vorzeitig beendet… Enttäuscht machten wir uns auf den Heimweg.
Nun wollen wir nicht allzu streng mit den Verantwortlichen im Zeiss Großplanetarium umgehen – auch wenn die Mitarbeiter nicht allzu glücklich agierten, technische Probleme können auftreten…
Zeiss Großplanetarium BerlinDer 2. Versuch: Fairer Weise bekamen wir das Angebot, den Hörspielabend im Januar 2018 nachzuholen. Nach ganz kurzem zögern nahmen wir das Angebot an – natürlich in der Hoffnung, dass diesmal alles klappen würde. Und soviel sei vorab verraten – wir wurden nicht enttäuscht. Ganz im Gegenteil, alles klappte reibungslos. Der Sound war super. Die Effekte (vor allem Unterwasser) wirklich klasse. Über eineinhalb Stunden pures Hörvergnügen. Durch die Bank gute Sprecher, schöne Atmosphäre und eine wirklich gelungene Umsetzung einer tollen Geschichte. Den etwas stärkeren Einsatz visueller Effekte, haben wir eher positiv empfunden. Allerdings sollte man es damit auch nicht übertreiben. Mit geschlossenen Augen sollte man dieses Hörerlebnis jedoch auch nicht genießen. 😉
Auch wenn es diesmal erst im zweiten Anlauf geklappt hat, ändert das nichts an unserer ursprünglichen Meinung. Ein Besuch im Planetarium, um einem ???-3D-Hörspiel zu lauschen lohnt sich in jedem Fall und macht richtig Spaß. 🙂