Archiv für Januar 2018

Die drei ??? und der schweigsame zweite Detektiv…

Donnerstag, 18. Januar 2018

…oder Chaos unter´m Berliner Sternenhimmel…mit Happy End…
Im November 2016 hatten wir das große Vergnügen erstmals einem ??? -3D-Hörspiel im Zeiss Planetarium in Berlin zu lauschen. Treue Leser/Innen unseres Blogs werden sich vielleicht an unseren Bericht erinnern. An diesem kühlen Herbsttag genossen wir das Abenteuer um die Inka-Mumie. Der 3D-Sound war gut, die visuellen Effekte dezent, die Geschichte unterhaltsam. Insgesamt also ein rundum gelungener Hörspielabend. Ich hätte mir gerne noch die beiden anderen Abenteuer „Der Tornadojäger“ und „Das kalte Auge“ angehört, leider hatte ich keine Gelegenheit dazu. Umso begeisterter war ich , als ich von der zweiten Planetariumsstaffel hörte. Zu meiner großen Freude sollte eine meiner Lieblingsgeschichten „Das versunkene Schiff“ den Weg in die Planetarien finden.

Die drei ??? und das versunkene SchiffDer 1. Versuch: Fast exakt ein Jahr nach unserem ersten Besuch war es wieder soweit, ein Geburtstagsgeschenk machte es möglich und so machten wir uns voller Vorfreude an diesem nasskalten Novembertag auf den Weg ins Planetarium um die Folge „Die drei ??? und das versunkene Schiff“ im 3D-Sound zu genießen. Als Überraschungsgast war André Marx, der Autor der Geschichte ebenfalls anwesend. Vorab erzählte er kurz, wie es zur späten Veröffentlichung seines eigentlichen Erstlingswerkes, welches er einst an den Kosmos-Verlag sandte, gekommen war und warum die drei Detektive in der Geschichte weder das Internet nutzen noch ein Handy dabei haben. Das ist schlicht und ergreifend darauf zurückzuführen, dass die Geschichte bereits in den 90igern geschrieben wurde und auch wenn man es sich heute nur schwer vorstellen kann, zu dieser Zeit hatten noch nicht alle Jugendlichen ein Handy und die Recherche fand noch überwiegend in der Bibliothek und nicht im Internet statt.
Genug der Vorrede, Lehnen zurück und Hörspiel ab! Was uns sofort positiv auffiel, waren die visuellen Effekte, die deutlich stärker als noch bei der ersten Planetariumsstaffel eingesetzt wurden. Allerdings wurde man davon nicht überfrachtet – das Hörerlebnis bleibt im Vordergrund. Was uns dagegen etwas wunderte war die unterschiedliche Klangqualität. Während man Justus und Bob gut verstehen konnte, war Peter nur schwer zu verstehen. Man musste sich höllisch anstrengen um überhaupt etwas von dem was der zweite Detektiv sagte wahrzunehmen. Leider blieb es nicht dabei… Leider? Ja, leider, denn die Lautstärke von Peters „Tonspur“ nahm von Minute zu Minute stetig ab, bis überhaupt nichts mehr von ihm zu hören war. Vor allem die vielen jungen Hörer konnten dem Geschehen gar nicht mehr folgen, da man Justus und Bob im Gegensatz zu ihrem Detektivkollegen zwar weiterhin hören konnte, die einseitigen Dialoge aber nur sehr schwer einen Zusammenhang ergaben, wenn man die Buchvorlage nicht kannte. André Marx versuchte vergeblich die Verantwortlichen im Planetarium darauf aufmerksam zu machen, dass etwas nicht stimmte. Offensichtlich war dies bis dahin keinem Mitarbeiter aufgefallen. Nach einer guten halben Stunde, wurden wir ‚erlöst‘ und der Hörspielabend war vorzeitig beendet… Enttäuscht machten wir uns auf den Heimweg.
Nun wollen wir nicht allzu streng mit den Verantwortlichen im Zeiss Großplanetarium umgehen – auch wenn die Mitarbeiter nicht allzu glücklich agierten, technische Probleme können auftreten…
Zeiss Großplanetarium BerlinDer 2. Versuch: Fairer Weise bekamen wir das Angebot, den Hörspielabend im Januar 2018 nachzuholen. Nach ganz kurzem zögern nahmen wir das Angebot an – natürlich in der Hoffnung, dass diesmal alles klappen würde. Und soviel sei vorab verraten – wir wurden nicht enttäuscht. Ganz im Gegenteil, alles klappte reibungslos. Der Sound war super. Die Effekte (vor allem Unterwasser) wirklich klasse. Über eineinhalb Stunden pures Hörvergnügen. Durch die Bank gute Sprecher, schöne Atmosphäre und eine wirklich gelungene Umsetzung einer tollen Geschichte. Den etwas stärkeren Einsatz visueller Effekte, haben wir eher positiv empfunden. Allerdings sollte man es damit auch nicht übertreiben. Mit geschlossenen Augen sollte man dieses Hörerlebnis jedoch auch nicht genießen. 😉
Auch wenn es diesmal erst im zweiten Anlauf geklappt hat, ändert das nichts an unserer ursprünglichen Meinung. Ein Besuch im Planetarium, um einem ???-3D-Hörspiel zu lauschen lohnt sich in jedem Fall und macht richtig Spaß. 🙂

Eine kleine Spezialgelagerte Sonderempfehlung zum neuen Jahr

Freitag, 5. Januar 2018

Hallo allerseits,

ich wünsche euch allen ein gesundes neues Jahr 2018!

Zu Beginn des neuen Jahres möchte ich zur Abwechslung mal eine kleine Spezialgelagerte Sonderempfehlung aussprechen. Der ein oder andere wird jetzt vielleicht schon ahnen worum es geht…nämlich um den spezialgelagerten Sonderpodcast. Dieser wurde mir selbst Ende letzten Jahres ans Herz gelegt und ich muss sagen dass ich zunächst doch etwas skeptisch war, da ich selbst nicht der große Podcasthörer bin.

Meine anfängliche Skepsis war allerdings nach den ersten Folgen von Tom, Jay und… äh nein, von Tom, Sebastian und Olaf schnell verflogen, denn der Podcast ist wirklich klasse. Zumindest ist das meine bescheidene Meinung. Getreu dem Motto „Wir sezieren jeden Fall“, ach nee das ist schon wieder falsch…wie hieß das noch mal im Intro…ach ja…“Drei Jungs analysieren jeden Fall“ nehmen die drei jede Drei ??? Folge genau unter die Lupe.
Mir hat es von Anfang an extrem viel Spaß gemacht den Dreien zuzuhören. Die Jungs sind mit einer riesen Portion Herzblut und Leidenschaft bei der Sache und das hört man auch. Hier und da schleicht sich schon mal ein kleiner Schnitzer ein, dies hat mich bisher nicht wirklich gestört, ich fand es eher charmant – ebenso wie die leichten Abschweifungen in andere Themengebiete, die durchaus vorkommen.

Die Analysen sind kritisch, aber nie überkritisch oder verletzend. Die Jungs argumentieren sehr leidenschaftlich, was mir gut gefällt. Auch wenn ich hier und da ihre Meinung bei der Bewertung einer Folge nicht unbedingt teile, was nicht allzu oft vorkommt, kann ich die Argumentation in den meisten Fällen durchaus nachvollziehen. Die drei sind ein eingespieltes Team und spielen sich gekonnt die Bälle zu, was man beim hören durchaus merkt, auch wenn sie sich hin und wieder gegenseitig auf die Schippe nehmen. Der teilweise leicht sarkastisch-ironische Unterton und das Augenzwinkern begeistern mich immer wieder aufs Neue und treffen genau meine Art von Humor.
Zu meinen ganz persönlichen Highlights gehört auf jeden Fall die Besprechung der Hörspielfolge 92 „Todesflug“ , die alle drei, vorsichtig ausgedrückt, nicht besonders mögen. Man kann den Schmerz förmlich spüren, den zumindest zwei der Jungs beim hören und analysieren dieser Folge empfanden… 😉 aber auch die anderen Folgen sind durch die Bank hörbar und bieten genug Gelegenheit zum Schmunzeln oder laut loslachen.

Was mich wirklich verblüfft hat, war die Tatsache, wie viele Dinge mir in all den Jahren, in denen ich schon den Hörspielen lausche, entgangen oder einfach nicht aufgefallen sind. Inzwischen habe ich ein gutes Dutzend Folgen des Spezialgelagerten Sonderpodcast von Olaf, Tom und Sebastian gehört und kann euch diesen nur wärmstens empfehlen.

Ausführliche Infos findet ihr unter: www.spezialgelagert.de

Ich wünsche euch viel Spaß beim hören!  Sven (3F-Team) 🙂