Archive for the ‘Die 3F-Kritiker-Ecke’ Category

Die Spur des Raben trifft die Comic-Diebe oder….

Sonntag, 16. November 2014

Linda mal ganz anders...Lindas Kritik zum Buch: „Die drei ??? der gefiederte Schrecken
Das ist wirklich selten – das die Story besser ist als der Titel vermuten lässt und dazu ist der Titel auch noch sehr passend, was in letzter Zeit leider immer seltener der Fall ist. Aber das nur am Rande.
Barbara, die wir aus dem Fall „Geheimnisvolle Botschaften“ bereits kennen, ist zurück und mit ihr ein brandneuer Fall für die drei ???. Hinzu kommt ein spezialgelagerter Sonderklient mit einem Super-Aquarium, ein äußerst gefährlicher Zeitgenosse in Gestalt eines mysteriösen Vogelmenschen, der hinter einer irrwitzig teuren Erstausgabe eines alten Comic-Heftes hinterher zu sein scheint. Nicht nur wem bei seltenen Comics das Herz höher schlägt ist hier richtig aufgehoben. Insgesamt eine spannende, teilweise sehr temporeiche Geschichte mit toller Atmosphäre rund das ganz besondere (Fisch-)Haus von Mr Faring. Die vom Bösewicht eingesetzte Supertechnologie in Form von Mini-Wanzen ist vielleicht ein bisschen dick aufgetragen, dies ist jedoch nur ein kleiner Kritikpunkt einer insgesamt sehr gelungenen Geschichte.
Die Idee mit dem wertvollen Comic, dass von einer verkleideten Gestalt versucht wird zu stehlen, hat uns unweigerlich an zwei Geschichten erinnert, die wir sehr mögen – einmal William McCay’s Comic-Diebe und dann natürlich André Marx’s Spur des Raben. Ob sich Christoph Dittert von diesen Geschichten hat inspirieren lassen, weiß ich nicht – spielt eigentlich auch keine Rolle.
Diese Geschichte ist für mich der „Geheimtipp“ unter den Spätsommerbüchern 2014 und mein ganz persönlicher Favorit in diesem Jahr. Ich bin sehr gespannt, wie die Folge bei der Wahl zum  goldenen Ra….äh…goldenen Fragezeichen abschneiden wird und ob bei der Hörspielumsetzung die Effekte aus der Spur des Raben wiederverwendet werden, was sich meiner Meinung nach anbietet. Ich habe mich super unterhalten gefühlt und kann dieses Abenteuer wärmstens empfehlen.
Von mir bekommt der gefiederte Schrecken 4 1/2 von 5 möglichen Fragezeichen und jetzt wünsche ich euch ganz viel Spaß beim lesen!
Eure „gefiederte-Linda“ 😉

Lindas Schattenwelt

Samstag, 7. Juni 2014

Lindas SchattenweltHallo allerseits, Pfingsten steht vor der Tür und der Juni zeigt sich von seiner sonnigsten Seite…echtes Jubiläumswetter, Jubiläum? Ach ja da war doch was… 😉
Nach Toteninsel (Band 100), Feuermond (Band 125), Geisterbucht (Band 150) nun also Schattenwelt (Band 175)…böse Zungen würden sagen dies ist der schwächste Jubiläumsband im Vergleich zu seinen drei Vorgängern. Aber muss man jeden Jubiläumsband unbedingt miteinander vergleichen? Das gleiche Problem hatte vor vier Jahren Astrid Vollenbruch mit dem dritten Jubiläumsband „Geisterbucht“. Wenn man schon vergleicht, stellt man schnell fest, dass alle vier Abenteuer unterschiedlicher kaum sein könnten und genau darin liegt meiner Meinung nach die Stärke jeder einzelner Geschichte. Natürlich habe auch ich meinen Favoriten… aber wenn man alle Jubiläumsbände einzeln betrachtet entdeckt man, dass es sich bei allen Dreiteilern um tolle, spannende, Abenteuer handelt…so auch beim neusten Band Schattenwelt…
Genug der Vorrede…zunächst muss ich sagen, dass ich mich richtig auf den vierten Jubiläumsband gefreut habe. Es ist immer wieder ein tolles Gefühl einen ganz neuen extra langen Fall von Justus, Peter & Bob in den Händen zu halten. Wie viele andere auch war ich höchst gespannt, wie das „Experiment Schattenwelt“, sprich drei Autoren – eine Drei ??? Geschichte funktionieren würde. Als Nicht-Autor stelle ich es mir extrem schwierig vor sich so abzustimmen, dass am Ende eine stimmige Geschichte herauskommt und dabei keine bzw. nicht allzu viel Logikfehler entstehen. Was diesen Punkt betrifft kann man nur den Hut vor Kari Erlhoff, Christoph Dittert und Hendrik Buchna ziehen, denn es hat aus meiner Sicht hervorragend geklappt. Mir sind keine nennenswerten Logik-Schnitzer aufgefallen…
Zur Geschichte selbst: Die drei Detektive bekommen die einmalige Chance das Studentenleben an der Universität von Ruxton unter echten Bedingungen zu testen. Noch bevor sich unserer drei Helden in den Uni-Alltag stürzen können, wird Bob Zeuge eines sehr merkwürdigen Telefonates seines Vaters, der früher ebenfalls an der Universität Ruxton studierte. Und damit noch nicht genug – auch bei der Kursvergabe läuft nicht alles nach Plan. Während Justus und Bob genau die Kurse belegen dürfen, für die sie sich angemeldet haben, muss Peter aufgrund eines Fehlers statt des erhofften Sportwissenschaft-Kurses, an dem Kurs für Kreative Dichtkunst teilnehmen. Sehr zum Leidwesen des zweiten Detektivs. Die Geschichte nimmt schnell Fahrt auf – Menschen wie unter Hypnose, Taylor-Jackson Smith, ein ganz spezieller Mitbewohner und ein brillanter Klugscheißer, der ebenfalls für das Sonderprogramm in Ruxton ausgewählt wurde und mit Justus den Psychologie Kurs besucht. Ein Hausmeister mit Pfeilgiftfröschen, Vögel, die am Himmel festgefroren zu sein scheinen, ein mysteriöses Handy, ein teumessischer Fuchs, – das riecht förmlich nach einen neuen, spektakulären Fall für die drei ???. Und was hat Bobs Vater mit dem ganzen zu tun? Fragen über Fragen! Spuren über Spuren!
Sicherlich ist die Geschichte an manchen Stellen etwas abgehoben, aber das tut der Spannung keinen Abbruch und lässt sich aus unserer Sicht verschmerzen. Außerdem, wenn man schon zu einem Jubiläum nicht ein wenig dick auftragen darf, wann dann? Lediglich, die vielen verschiedenen Protagonisten, die im Laufe der Geschichte auftauchen, könnten etwas verwirrend sein, aber vielleicht ist das ja genau so gewollt!? Alle die auf eine Rückkehr von alten Weggefährten oder Gegnern gehofft haben, werden möglicherweise enttäuscht. Der Schrottplatz und die Zentrale kommen auch nur sehr sporadisch vor. Fast das komplette Abenteuer spielt sich auf dem Campus ab. Die Uni-Atmosphäre ist klasse beschrieben und erinnert stellenweise ein wenig an Hogwarts. Wer sich entspannt auf das ‚Abenteuer Ruxton‘ einlässt, wird nicht enttäusch. Ganz im Gegenteil, man bekommt ein paar schöne, vergnügliche, witzige, spannende und teilweise auch spektakuläre Lesestunden präsentiert. Detektivherz was willst du mehr? Mein Fazit: 3 1/2 von 5 Fragezeichen.
Viel Spaß beim lesen & schöne Pfingsten wünscht euch eure Linda! 🙂

Lindas Kritik zum Hörspiel 154 “Botschaft aus der Unterwelt”

Donnerstag, 31. Mai 2012

Justus McSherlock, der weltberühmte Detektiv…selten hat das Zitat von Skinny Norris so gut gepasst, wie in dieser Folge. Dabei hat der Erzfeind der drei Detektive diesmal seine Hände gar nicht im Spiel. Dafür haben es Bob, Peter, aber vor allem Justus mit einem anderen, äußerst cleveren und gerissenen Gegenspieler zu tun. Dieser nennt sich in Anlehnung an Sherlock Holmes´größten Gegenspieler selbst Professor Moriarty. „Der Napoleon des Verbrechens“ scheint immer einen Schritt schneller zu sein als die drei Detektive und schreckt vor nichts zurück. Durch sein Verschulden gerät selbst Onkel Titus in arge Schwierigkeiten.
Die Geschichte von Kari Erlhoff hat mir bereits sehr gut gefallen, umso mehr habe ich mich auf die Hörspielumsetzung gefreut. Eines vorab, das Buch wurde ausgesprochen gut als Hörspiel umgesetzt. Es wurde nicht allzu viel gekürzt, auch die „Brücke“ zu den Kids-Abenteuern mit dem Treffen in ihrer „alten Zentrale“, der Kaffeekanne fand ich sehr gelungen. Die (teilw. alte EUROPA) Musik passt nahezu perfekt und auch die Sprecher wurden gut ausgewählt. Insgesamt ein wirklich schönes, sehr spannendes Krimi-Abenteuer mit vielen netten Anekdoten und einem Rätsel an dem Sherlock Holmes seine wahre Freude gehabt hätte. Lediglich an ein, zwei Stellen (Mini-Sender in Peters Schulter) wurde, wie schon im Buch unserer Meinung nach vielleicht ein wenig zu dick aufgetragen, was der Geschichte aber nicht schadet. Moriarty hat sicherlich das Zeug erneut in Erscheinung zu treten, oder sogar ein dauerhafter Rivale für die drei ??? zu werden, zumal der gute Victor Hugenay ja noch hinter „schwedischen Gardinen“ weilt. 😉 Von mir gibt es 4 1/2 von 5 Fragezeichen für die Botschaft aus der Unterwelt, Prof. Moriarty und natürlich für Justus McSherlock und seine zwei vertrottelten Spürhunde. Eure Sherlock-Linda 🙂

Lindas Kritik zum Hörspiel 148 “Die feurige Flut”

Dienstag, 30. August 2011

Nach einer längeren Pause melde ich mich zurück. Der Sommer ist vorbei, wobei – welcher Sommer eigentlich? Die sonnigen Tage konnte man ja an einer Pfote abzählen und richtig warm unterm Fell wurde es einem bei dem Wetter auch nicht.
Wie auch immer, die Sommerpause ist vorbei, Zeit genug sich den neuen Büchern und Hörspielen zu widmen. Fangen wir mit einem Thema an, dass ich schon immer sehr spannend fand: Alchemie! Wo wir direkt beim Thema wären. Nach gefühlten Jahrzehnten ist Allie Jamison zurück, – kann das gut gehen? Das Buch hat mir richtig gut gefallen. Ob Allies Rückkehr allerdings auch im Hörspiel funktioniert? Ich war schon skeptisch, auch wenn es gelungen ist die gleiche Synchronsprecherin zu gewinnen, verändert sich eine Stimme in der Regel nach so langer Zeit schon. Im Buch wurde das super gelöst, es wurde kurz erläutert das Allie älter geworden ist und sich auch optisch etwas verändert hat. Darauf wurde im Hörspiel leider verzichtet. Die Stimme von Katrin Fröhlich hat sich mit den Jahren zwar tatsächlich verändert, dass ich Allie nicht wiedererkannt hätte, dies hat mich aber weniger gestört als zunächst befürchtet. Allie ist auch nicht mehr ganz so frech wie früher, was vielleicht auch einfach an der guten Story liegt. Allie schwebt in Lebensgefahr und ist froh, dass Justus, Peter & Bob sofort bereit sind ihr und Emerald zu helfen. Wo wir bei Emerald wären und ich muss schon sagen, dass ich mich schon im Buch gefragt habe: Was will ein Mädchen wie Allie, mit so viel „Pfeffer im Hintern“ mit so einem weinerlichen Waschlappen wie Emerald? Eine Frage, die wohl für immer unbeantwortet bleiben wird. Monty Arnold verkörpert diesen Typ Mann perfekt. Ich habe den leidenden Alchemisten-Sohn förmlich vor mir gesehen. 😉 Allies Tante Patricia hab ich ein wenig vermisst, allerdings hätte ich auch keine wirklich gute Idee für eine größere Rolle in dieser Geschichte gehabt.
Das Hörspiel ist insgesamt trotz einiger Kürzungen wirklich gut geworden. Es ist spannend, die Sprecher sind klasse, man kann mit rätseln oder die drei ??? und Allie ganz in Ruhe die Rätsel lösen lassen und einfach nur zuhören. Für mich definitiv eine der besten Geschichten der letzten Zeit. Wenn es nach mir geht kann Allie gerne wiederkommen. Von mir bekommt „die feurige Flut“ 4 1/2 von 5 Fragezeichen!

Lindas Kritik zum Hörspiel 145 “Die Rache der Samurai”

Dienstag, 31. Mai 2011

Willkommen auf Shadow Stone, dem abgelegenen, burgähnlichen Jungeninternat außerhalb von Rocky Beach. Das Buch von Ben Nevis hat mir sehr gut gefallen, auch wenn ich es an einigen Stellen recht heftig fand. Die Hörspielfassung ist dort etwas kindgerechter, was mir sehr gut gefällt. Jetzt kann man durchaus darüber streiten, ob die Spannung darunter leidet oder nicht. Zur Story: Die drei Detektive werden vom Leiter von Shadow Stone Mr. Yukawa beauftragt, einen verschwundenen Schüler zu finden. Während Justus und Peter das Internat „Shadow Stone“ unter die Lupe nehmen, macht sich Bob im benachbarten Darkshire auf die Suche nach dem verschwundenen Percy. Er kommt in diesem Abenteuer im Gegensatz zu seinen beiden Detektivkollegen etwas zu kurz. Die Mitglieder der Samurai AG, machen Justus und Peter das Leben schwer, allen voran Sean Doherty. Während ihrer Ermittlungen geraten sie in arge Bedrängnis. Diese Phase des Falles wird im Buch deutlich komplexer und spannender beschrieben. Dennoch ein insgesamt sehr spannendes Hörspiel, mit schöner Atmosphäre und interessanten Charakteren. Wenn  man genau hinhört, hat man den Bösewicht sehr schnell enttarnt, aber auch das tut dem sonst sehr gelungenen Abenteuer keinen Abbruch. Ein kleiner Hinweis noch – Diese Folge ist nicht unbedingt etwas für jüngere Drei ??? Einsteiger oder für die ganz kleine Drei ??? Hörerschaft. Insgesamt 4 von 5 Fragezeichen und damit doch ein Stück besser, als die letzten beiden Folgen.